Showdown in München

Beim letzten Turnier auf Landesebene belegt die Dmytruszyński-Sieben in Düsseldorf einen starken zweiten Tabellenplatz hinter der Gastgebermannschaft und Turnierfavoriten des TuSEM Essen. Somit ist man für die bundesweite Endrunde um die letzten zwei Jugendbundesligastartplätze am kommenden Pfingstwochenende qualifiziert. 

 

Doch nach so einem Turnierausgang sah nach dem Samstag, der deutlichen 17:24 (9:13) Niederlage gegen den Letmather TV wahrlich nicht aus. 

 

Mit einem ausgeglichen 2:2-Punktekonto von den übernommenen Ergebnissen gegen den TuSEM Essen (19:23) und der DJK Unitas Haan (29:24) aus dem letzten Qualifikationsturnier in Hagen, startete man mit einer guten Ausgangslage und dementsprechend hohen Erwartungen in das Turnier. 

 

Doch am Samstag gab es dann gegen den Nachbarn aus dem Nordkreis einen kräftigen Dämpfer. 

Zwar konnte man die Anfangsphase noch relativ ausgeglichen gestalten (4:4, 12. Minute), trotzdem fühlte es sich an, als würde die ganze Mannschaft neben sich stehen. Ein 1:6-Lauf der starken Letmather Mannschaft, die Größtenteils nur aus Spielern des Jungjahrgangs 2002 besteht, auf 5:10 (18. Minute) war die logische Konsequenz. Mit einem 9:13 ging es in die Halbzeit. 

In der zweiten Halbzeit gestaltete sich das gleiche Bild. Die Dragons rieben sich im Angriff auf und mussten in der Defensive immer wieder leichte Tore über die Halbangreifer oder dem Kreis hinnehmen. So war schon zeitnah beim 11:17 (30. Minute) für die Vorentscheidung gesorgt. In der Folge konnten die Dragons zwar nochmal verkürzen (15:19, 39. Minute), doch ohne Letmathe wirklich in Bedrängnis zu bringen.  So startete der Samstag mit einer herben Enttäuschung. 

 

Für den Sonntag bestand also die einzige Chance darin, beide Spiele, sowohl gegen den DJK Oespel-Kley, als auch gegen die JSG HLZ Ahlen zu gewinnen, um eine gute Chance zu haben, sich für die bundesweite Endrunde zu qualifizieren.  Gegen beide Mannschaften hatte man 14 Tage zuvor beim Westfalenturnier in Ahlen schon mal gespielt. 

 

Beim ersten Spiel am Sonntagmorgen gegen den DJK Oespel-Kley, erwischten die Dortmunder den besseren Start (4:2, 7. Minute). Auch in der Mitte der ersten Halbzeit hatte dieser zwei-Tore-Vorsprung über 8:6 (14. Minute) und 10:8 (18. Minute) bestand. Ein 3:0-Lauf auf 10:11 (21. Minute) bedeutete dann die erste Führung nach dem 1:0. Dieser knappe Vorsprung konnte dann auch mit in die Halbzeit genommen werden. 

Zwar konnte dieser schnell in einen zwei-Tore-Vorsprung verwandelt werden (13:15, 26. Minute), doch Oespel ließ sich nicht abschütteln und war beim 17:17 (32. Minute) wieder gleichauf. Doch auch nun gelang den Dragons ein 3:0-Lauf auf 17:20 (34. Minute). Dieser konnte dann auch in der Folge verteidigt werden und zum Schluss auch noch ausgebaut werden. Am Ende gewannen die Dragons mit 31:26.

 

In der nun fast sechsstündigen Pause entwickelte sich der Turnierverlauf dahingehend, dass das letzte Gruppenspiel der Dragons gegen den Nachwuchs des Hochleistungszentrums aus Ahlen, zum Endscheidungsspiel um den letzten freien Platz zur bundesweiten Endrunde werden sollte.

 

Die Dragons wirkten nun wildentschlossen und legten einen furiosen Start hin. Bereits in der siebten Spielminute war man schon auf 7:1 enteilt. Ahlen wurde förmlich überrannt und zu einer Auszeit gezwungen. Diese hatte zur Folge, dass Ahlen nun in die Partie fand und auf 8:4 (13. Minute) verkürzen konnte. Näher kamen sie allerdings nicht mehr heran. Beim 13:6 (19. Minute) betrug der Vorsprung ein erstes Mal sieben Tore. Mit einer 16:10-Führung ging es in die Pause.

Nach der Halbzeit wirkte es so, als würde auch Ahlen nicht mehr an eine Wendung dieser Partie glauben. Spätestens beim 18:10 (29. Minute) war für die Vorentscheidung gesorgt. Diesen Vorsprung ließen sich die Dragons nicht mehr nehmen und feierten zum Schluss einen verdienten 26:18-Sieg. 

Gleichzeitig hatte man auch Revanche für die äußerst unglückliche 19:20-Niederlage von vor zwei Wochen genommen. 

 

Diese zwei Siege am Sonntag und das überraschende 24:24-Unentschieden des Letmather TV gegen den Nachwuchs des DJK Unitas Haan sorgte dafür, dass die Dragons das Turnier auf dem zweiten Tabellenplatz beendeten. 

 

Am kommenden Pfingstwochenende spielen die Dragons dann in München in einem 3er-Turnier, gemeinsam mit der Gastgebermannschaft des TSV Allach 09 und dem LHC Cottbus einen der letzten beiden Startplätze zur Jugendbundesliga aus. 

 

SGSH Dragons: Hablowetz, van Asch, Friedrich – Micus (27/10), Schnepper (22), Kahler (17), Börner (13), Jannack (12), Pfaffenbach (8/1), Tent (7), Plischka (5), Jung (4), Walch (3),Kellotat (2), Rohr (2), Henne, Linde

2019-06-03T19:17:50+02:00